Was ist eigentlich Hypnose?

Hier habe ich einige interessante Informationen zum Thema Hypnose für Sie zusammengetragen.

Der Zustand, der durch eine Hypnose hervorgerufen wird, kann weder mit einem Schlaf- noch mit einem Narkosezustand verglichen werden. Die meisten Menschen beschreiben es als eine Art Entspannungszustand, den man unmittelbar vor dem Einschlafen spürt.

Dieser Zustand wird durch den geübten Hypnotiseur vertieft und stabil gehalten. In der Hypnose wird das Bewusstsein – je nach Tiefe und Art der Trance – teilweise oder ganz abgeschaltet. Das ermöglicht dem Hypnotiseur den Zugang zum Unterbewusstsein, welches dann besonders fokussiert und aktiv ist. In diesem Zustand ist das Unterbewusstsein offen für hypnotische Suggestionen und kann Veränderungen, die durch Worte gegeben werden, besonders gut aufnehmen. Unser Unterbewusstsein steuert 90 bis 95 % unseres Verhaltens. Das bedeutet, dass durch die Hypnose auch grundsätzlich Verhaltensmuster geändert werden können.

Vergleich verschiedener Therapieformen:

  • Gesprächstherapie: 38% Verbesserung nach 60 Stunden
  • Verhaltenstherapie: 72% Verbesserung nach 22 Stunden
  • Hypnosetherapie: 93% Verbesserung nach 6 Stunden

Quelle: American Health Magazine 2008

Was geschieht mit mir, wenn ich hypnotisiert bin?

In der hypnotischen Trance befinden Sie sich in einem veränderten Bewusstseinszustand. Sie sind dann offen für die Veränderungen, die durch die Hypnose übermittelt werden. Je nach Zielsetzung geht dies soweit, dass selbst organische Veränderungen durch Hypnose beeinflusst werden können.

Die Art der Veränderung wird im Vorgespräch jeder Sitzung besprochen und nach Ihren Angaben und Veränderungswünschen umgesetzt. Dies kann rein durch Suggestionen geschehen, hierbei ist der Klient passiv und das Unterbewusstsein empfängt. Es gibt auch die Möglichkeit der interaktiven Sitzung. Hierbei entstehen die Veränderungen im Unterbewusstsein über eine Kommunikation, wie ein Coachinggespräch. Dabei wird das Unterbewusstsein angeleitet, eigene Lösungen zu finden. Da das Unterbewusstsein in dem hypnotischen Zustand nicht zwischen realer und in Trance durchlaufener Erlebnisse unterscheiden kann, werden die neu gewonnenen Erkenntnisse und positiven Erfahrungen als real im Gehirn abgespeichert. Dadurch werden alte Denk- und Verhaltensmuster mit einem positiven Erlebnis und einer positiven Emotion verknüpft.

Wie fühle ich mich in Hypnose / Trance?

Der Trancezustand wird meist als sehr tiefe körperliche und geistige Entspannung empfunden. Häufig geht die Trance mit einem leichten Kribbeln und einer angenehmen Leichtigkeit einher. Manchmal wird sie auch als angenehme Schwere wahrgenommen. Das Zeitempfinden kann häufig verändert sein, die Sitzungen werden meist kürzer wahrgenommen, als sie tatsächlich sind. In der Trance wird der Herzschlag und die Atmung häufig ruhiger was als eine sehr harmonische Wirkung wahrgenommen wird. Während sich der Körper immer mehr entspannt und der „bewusste Geist“ zur Ruhe kommt, wird Ihr Unterbewusstsein unter Hypnose aktiv angesprochen. Die meisten Menschen nehmen neben der Stimme des Hypnotiseurs kaum ein Geräusch von außen wahr.

Bin ich in Hypnose willenlos?

Ihr Unterbewusstsein ist auch Ihr innerer Beschützer und es passt gut auf Sie auf.

Im Allgemeinen gilt für den hypnotischen Trancezustand: Suggestionen, welche der inneren Einstellung widersprechen, werden vom Unterbewusstsein nicht angenommen. Suggestionen, die vollkommen abgelehnt werden, weil sie den eigenen Werten entgegen stehen, würden sogar mit dem Verlust des Rapports (Verhältnis zwischen Hypnotiseur und Klient) und somit zur Beendigung der Trance führen. Insofern entspricht der Wille des Klienten in der Trance im besonderen Maße seinen eigenen Vorgaben und Bedürfnissen und nicht denen des Hypnotiseurs.

Von daher ist eine „Willenlosigkeit“ durch Hypnose nicht erzielbar und schon gar nicht erstrebenswert.

Diese Art von Mythos ist aus Filmszenen und Teilen der Show-Hypnose abgeleitet, die in der Regel nicht das Ziel haben, eine positive, im Vorwege besprochene Verhaltensänderung herbeizuführen.

Kann ich in der Hypnose „stecken bleiben“?

An dieser Stelle ein klares NEIN.

Szenen aus Filmen fördern Mythen rund um das Thema Hypnose. So entstand vermutlich auch eine Furcht davor, dauerhaft in Hypnose zu bleiben. Mit der Beendigung des Rapports zwischen Klient und Hypnosetherapeut läuft die Trance aus. Ebenso ist es nicht möglich, in der Selbsthypnose hängen zu bleiben. Es gibt viele Menschen, die in Selbsthypnose geübt sind. Ich nutze natürlich auch Selbsthypnose für mich und gebe dieses Wissen gerne weiter. Es wäre natürlich sehr schwierig, jemanden in etwas zu schulen, dass er/sie dann alleine durchführt und in nicht von alleine aus diesem Zustand wieder in den Normalzustand kommen könnte. Der dabei wohl „schlimmste anzunehmende Fall“ wäre, dass man während der Hypnosesitzung oder in der Selbsthypnose einschläft. Und wie es beim normalen Schlafzustand üblich ist, wacht man auch irgendwann wieder auf. Im Falle der Selbsthypnose zur reinen Entspannung kann es auch der Sinn und Zweck sein, einzuschlafen. Soll die Selbsthypnose zeitlich begrenzt sein, empfehle ich einen Wecker zu stellen.

Kostenlose Hörprobe:
Tiefenentspannung mit Kraftort

Hier können Sie einen Eindruck von Hypnose gewinnen und sich dabei tief entspannen.

Wann und bei wem sollte Hypnose nicht eingesetzt werden?

Kontraindikationen:

  • bei Alkohol, Medikamenten, Schmerzmittel oder Drogenabhängigkeit
  • bei Einnahme von Psychopharmaka
  • bei Depressionen
  • bei Psychosen
  • bei schwerer Herz- und Kreislauferkrankung
  • bei Persönlichkeitsstörung
  • bei geistiger Behinderung
  • bei kürzlichem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • bei Thrombose Patienten
  • bei Epilepsie
  • bei schwerwiegender Erkrankung des zentralen Nervensystems
  • bei Schwangerschaft
  • bei Kindern und Jungendlichen, wenn keine Einwilligung der gesetzlichen Vertreter vorliegt

Hinweis

Die von mir ausgeübte Hypnosetätigkeit findet weiterhin keine Anwendung für den medizinischen Einsatz d.h. für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten sowie für den therapeutischen Einsatz. Sie ersetzt keinen Arzt oder Psychotherapeuten.

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