Was ist Hypnose?

Was ist Hypnose?

Hypnose erklärt von Hypnosecoach und Mentaltrainer Rainer Stimbert

Hier habe ich einige interessante Informationen zum Thema Hypnose für Sie zusammengetragen.

Der Zustand, der durch eine Hypnose hervorgerufen wird, kann weder mit einem Schlaf- noch mit einem Narkosezustand verglichen werden. Die meisten Menschen beschreiben es als eine Art Entspannungszustand, den man unmittelbar vor dem Einschlafen spürt.

Dieser Zustand wird durch den geübten Hypnotiseur vertieft und stabil gehalten. In der Hypnose wird das Bewusstsein – je nach Tiefe und Art der Trance – teilweise oder ganz abgeschaltet. Das ermöglicht dem Hypnotiseur den Zugang zum Unterbewusstsein, welches dann besonders fokussiert und aktiv ist. In diesem Zustand ist das Unterbewusstsein offen für hypnotische Suggestionen und kann Veränderungen, die durch Worte gegeben werden, besonders gut aufnehmen. Unser Unterbewusstsein steuert 90 bis 95 % unseres Verhaltens. Das bedeutet, dass durch die Hypnose auch grundsätzlich Verhaltensmuster geändert werden können.

Vergleich verschiedener Therapieformen

  • Gesprächstherapie: 38% Verbesserung nach 60 Stunden
  • Verhaltenstherapie: 72% Verbesserung nach 22 Stunden
  • Hypnosetherapie: 93% Verbesserung nach 6 Stunden

Quelle: American Health Magazine 2008

Was geschieht mit mir, wenn ich hypnotisiert bin?

In der hypnotischen Trance befinden Sie sich in einem veränderten Bewusstseinszustand. Sie sind dann offen für die Veränderungen, die durch die Hypnose übermittelt werden. Je nach Zielsetzung geht dies soweit, dass selbst organische Veränderungen durch Hypnose beeinflusst werden können.

Die Art der Veränderung wird im Vorgespräch jeder Sitzung besprochen und nach Ihren Angaben und Veränderungswünschen umgesetzt. Dies kann rein durch Suggestionen geschehen, hierbei ist der Klient passiv und das Unterbewusstsein empfängt. Es gibt auch die Möglichkeit der interaktiven Sitzung. Hierbei entstehen die Veränderungen im Unterbewusstsein über eine Kommunikation, wie ein Coachinggespräch. Dabei wird das Unterbewusstsein angeleitet, eigene Lösungen zu finden. Da das Unterbewusstsein in dem hypnotischen Zustand nicht zwischen realer und in Trance durchlaufener Erlebnisse unterscheiden kann, werden die neu gewonnenen Erkenntnisse und positiven Erfahrungen als real im Gehirn abgespeichert. Dadurch werden alte Denk- und Verhaltensmuster mit einem positiven Erlebnis und einer positiven Emotion verknüpft.

Wie fühle ich mich in Hypnose / Trance?

Der Trancezustand wird meist als sehr tiefe körperliche und geistige Entspannung empfunden. Häufig geht die Trance mit einem leichten Kribbeln und einer angenehmen Leichtigkeit einher. Manchmal wird sie auch als angenehme Schwere wahrgenommen. Das Zeitempfinden kann häufig verändert sein, die Sitzungen werden meist kürzer wahrgenommen, als sie tatsächlich sind. In der Trance wird der Herzschlag und die Atmung häufig ruhiger was als eine sehr harmonische Wirkung wahrgenommen wird. Während sich der Körper immer mehr entspannt und der „bewusste Geist“ zur Ruhe kommt, wird Ihr Unterbewusstsein unter Hypnose aktiv angesprochen. Die meisten Menschen nehmen neben der Stimme des Hypnotiseurs kaum ein Geräusch von außen wahr.

Bin ich in Hypnose willenlos?

Ihr Unterbewusstsein ist auch Ihr innerer Beschützer und es passt gut auf Sie auf.

Im Allgemeinen gilt für den hypnotischen Trancezustand: Suggestionen, welche der inneren Einstellung widersprechen, werden vom Unterbewusstsein nicht angenommen. Suggestionen, die vollkommen abgelehnt werden, weil sie den eigenen Werten entgegen stehen, würden sogar mit dem Verlust des Rapports (Verhältnis zwischen Hypnotiseur und Klient) und somit zur Beendigung der Trance führen. Insofern entspricht der Wille des Klienten in der Trance im besonderen Maße seinen eigenen Vorgaben und Bedürfnissen und nicht denen des Hypnotiseurs.

Von daher ist eine „Willenlosigkeit“ durch Hypnose nicht erzielbar und schon gar nicht erstrebenswert.

Diese Art von Mythos ist aus Filmszenen und Teilen der Show-Hypnose abgeleitet, die in der Regel nicht das Ziel haben, eine positive, im Vorwege besprochene Verhaltensänderung herbeizuführen.

Kann ich in der Hypnose „stecken bleiben“?

An dieser Stelle ein klares NEIN.

Szenen aus Filmen fördern Mythen rund um das Thema Hypnose. So entstand vermutlich auch eine Furcht davor, dauerhaft in Hypnose zu bleiben. Mit der Beendigung des Rapports zwischen Klient und Hypnosetherapeut läuft die Trance aus. Ebenso ist es nicht möglich, in der Selbsthypnose hängen zu bleiben. Es gibt viele Menschen, die in Selbsthypnose geübt sind. Ich nutze natürlich auch Selbsthypnose für mich und gebe dieses Wissen gerne weiter. Es wäre natürlich sehr schwierig, jemanden in etwas zu schulen, dass er/sie dann alleine durchführt und in nicht von alleine aus diesem Zustand wieder in den Normalzustand kommen könnte. Der dabei wohl „schlimmste anzunehmende Fall“ wäre, dass man während der Hypnosesitzung oder in der Selbsthypnose einschläft. Und wie es beim normalen Schlafzustand üblich ist, wacht man auch irgendwann wieder auf. Im Falle der Selbsthypnose zur reinen Entspannung kann es auch der Sinn und Zweck sein, einzuschlafen. Soll die Selbsthypnose zeitlich begrenzt sein, empfehle ich einen Wecker zu stellen.

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Hier können Sie einen Eindruck von Hypnose gewinnen und sich dabei tief entspannen.

Wann und bei wem sollte Hypnose nicht eingesetzt werden?

Kontraindikationen:

  • bei Alkohol, Medikamenten, Schmerzmittel oder Drogenabhängigkeit
  • bei Einnahme von Psychopharmaka
  • bei Depressionen
  • bei Psychosen
  • bei schwerer Herz- und Kreislauferkrankung
  • bei Persönlichkeitsstörung
  • bei geistiger Behinderung
  • bei kürzlichem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • bei Thrombose Patienten
  • bei Epilepsie
  • bei schwerwiegender Erkrankung des zentralen Nervensystems
  • bei Schwangerschaft
  • bei Kindern und Jungendlichen, wenn keine Einwilligung der gesetzlichen Vertreter vorliegt

Hinweis

Die von mir ausgeübte Hypnosetätigkeit findet weiterhin keine Anwendung für den medizinischen Einsatz d.h. für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten sowie für den therapeutischen Einsatz. Sie ersetzt keinen Arzt oder Psychotherapeuten.

Wie funktioniert Hypnose?

Wenn Du nun neugierig geworden bist, was hinter Hypnose steckt und ob Du sie wirklich für Dich nutzen kannst, dann lass uns jetzt tiefer eintauchen.

Hast du schon einmal eine Tierdoku geschaut?
Neulich habe ich eine Reportage vom National Geografik gesehen. Sie handelte vom Yellowstone Nationalpark in den Vereinigten Staaten. Wunderschöne Naturaufnahmen von farbenfrohen Wäldern und schneebedeckten Bergen. Von wilden Flüssen und sauberen, fischreichen Seen. Ursprüngliche Natur, soweit das Auge reicht.

In einem Ausschnitt handelt es sich um die letzten zusammenhängenden Bisonherden, die frei durch das Land streiften. Eine Bisonkuh hatte sich etwas abseits von der Herde niedergelassen, um ihr Kalb zu gebären. Eine seltene Aufnahme die den Tierfilmern dort gelang. Während der Geburt waren die Zwei ungeschützt und durch Raubtiere leicht angreifbar.

Doch nach wenigen Minuten war das Kalb auf der Welt und konnte nach weiteren Minuten aufstehen und mit der Mutter zu schützenden Herde zurückkehren.

Im weiteren Verlauf musste die Bisonherde einen schnell fließenden Fluss überqueren. Die größeren Tiere hatten schon Mühe gegen die Strömung anzukämpfen. Dann musste das Junge hinter seiner Mutter her. Auf der Mitte des Flusses drohte es abzutreiben, doch die Mutter konnte es weiter zum rettenden Ufer schieben. Die Mutter ging weiter voran und unbemerkt von ihr trieb das Junge plötzlich wieder ab und hatte keine Chance mehr, gegen die Strömung anzukämpfen. Es verlor den Anschluss zur Herde und die Bisonmutter konnte es nicht aus der Strömung retten…

Doch es hatte Glück, es strandete auf einer Sandbank und vebrachte dort, alleine, abgekämpft und ausgehungert die Nacht. Schutzlos in sich zusammengekauert lag es dort auf dem losen Geröll und hoffte, nicht von Raubtieren gewittert zu werden. Es überlebte die Nacht und der nächste Tag brach an.

Ein umherstreifender junger Wolf hatte es wohl in der Weite der Landschaft gewittert und näherte sich. Das Kalb hatte auf der Sandbank keine Möglichkeit zu fliehen und der Wolf begann, das Kalb zu attackieren. Er packte es seitlich am Hals und versuchte, es niederzureißen. Das Kalb hatte dem nicht viel entgegenzusetzen und ging zu Boden. Verzweifelt versuchte es, sich aus dem Maul des Wolfes heraus zu winden, doch es gelang ihm nicht. Es war aussichtslos, der Wolf war viel stärker und sehr hungrig.

Doch wie ein Wunder, kam dem Kalb ein ausgewachsener Bison zur Hilfe und attackierte den Wolf. Um sich selbst zu schützen musste er vom Kalb ablassen. Das Kalb sprang auf und es schien unverletzt. Es war die Mutter, die das Kalb glücklicherweise gefunden hatte und es retten konnte. Das Kalb trank erstmal ausgiebig und die beiden kehrten zur Herde zurück…

Hast du dich für einen Moment von der Geschichte mitreißen lassen? Konntest du vielleicht sogar eine leichte Aufregung in dir spüren? Hat diese kleine Geschichte deine Aufmerksamkeit erobert? Vielleicht hast du sogar ein beklemmendes Gefühl entwickelt, als das Kalb abgetrieben ist oder als es vom Wolf attackiert wurde. Vermutlich hast du dann auch die Erleichterung wahrnehmen können, als es von der Mutter gerettet wurde?

Während du die Geschichte gelesen hast, wo war deine Aufmerksamkeit? Hast du nebenher noch an etwas Anderes gedacht oder warst du ganz bei dem Kalb und seinen schwierigen Situationen?

Dann gratuliere ich dir zu einer kurzen Selbsthypnose und einer leichten Trance. 

Und ich wette, du kennst solche fokussierten Augenblicke aus vielen anderen Bereichen deines Lebens und hast sie schon oft erlebt.

Ein spannendes Buch, bei dem du die Zeit aus den Augen verloren hast.

Ein Telefonat während einer Autofahrt und nach einer halben Stunde Telefonieren wusstest du gar nicht genau, ob du an deiner Autobahnausfahrt schon vorbei gefahren bist und wie du es gemanagt hast, bis hierher zu kommenn ohne einen Unfall zu bauen obwohl du viele Autos überholt hast, aus und einscheren musstest.

Es kann ein Hobby sein, dass dich ganz in seinen Bann zieht.

All das sind hypnotische Trancezustände.

Was ist Hypnose?

Der Begriff “Hypnose” leitet sich aus dem altgriechischen Wort “hýpnos” ab und bedeutet ins deutsche übersetzt “Schlaf”.

Ein Definitionsversuch beschreibt die Hypnose als einen partiellen, künstlich erzeugte Dämmerzustand. Dieser steht in Verbindung mit einem veränderten Bewusstseinszustand – der hypnotische Trance.

Aber wie du es gerade bei der kurzen Geschichte erfahren hast, handelt es sich nicht um Schlaf, sondern um einen fokussierten Wachzustand.

 

Sachlich auf den Punkt gebracht ist Hypnose die Einleitung und das Halten eines Trance Zustandes.

 

Dabei unterscheidet man zwei Arten:

  • Selbsthypnose 
  • Fremdhypnose

 

Bei der Selbsthypnose leitest du selbst die Trance ein.

 

Selbsthypnose wird häufig zur Entspannung angewendet.

Als Einleitung (Induktion) in die Selbsthypnose dient zum Beispiel progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Achtsamkeitsübungen. 

 

Mit Selbsthypnose kannst du aber noch deutlich mehr für dich erreichen, als nur Entspannung.

Dazu mehr auf der Seite “Selbsthypnose”. 

 

Fremdhypnose, was die Meisten unter “normaler” Hypnose verstehen, wird von außen eingeleitet, also durch einen Hypnotiseur. 

 

Dabei nutzt der Hypnotiseur durch Zuhilfenahme bestimmter Techniken lediglich die natürliche Eigenschaft von uns Menschen, in einen Trancezustand zu gelangen.

Der Begriff “Trance” leitet sich vom lateinischen “transire” ab, was ins deutsche übersetzt “überschreiten” oder “hinübergehen” bedeutet.

Trance wird häufig als übergeordneter Sammelbegriff verstanden. Menschen die sich in Trance befinden, haben ein intensives mentales Erleben. So wie bei der kleinen Geschichte oder noch deutlich intensiver während einer Hypnosesitzung.

Tritt dieser Zustand unwillkürlich auf, nennt man ihn “Alltagstrance”.

Beispielsweise beim Lesen eines spannenden Buches, beim Tanzen oder häufig bei Kindern zu beobachten, wenn sie mit offenen Augen tagträumen. Vielleicht kennst du diesen Zustand auch von den wenigen Sekunden kurz bevor du einschläfst oder unmittelbar nachdem Du wach geworden bist.

Du hast kennengelernt, was Hypnose ist und wie man den Trance Zustand beschreibt.

Nun möchte ich dir erklären, wie Hypnose funktioniert.

Beim Eintritt in die Trance, also nachdem die Hypnose eingeleitet wurde, fängt der eigentliche Zauber der Hypnose erst richtig an.

Jetzt geht es nicht mehr um den bloßen Entspannungszustand, den man mit Hypnose leicht erreichen kann, sondern darum, das Ziel des Klienten zu erreichen.

Es geht ja darum, etwas im Verhalten zu ändern, ganz gleich ob es das Thema Rauchen, Essen, Stress oder etwas anderes ist.

Und Verhaltensänderung erreicht man leider nicht durch kognitives Wissen. Sonst könnte jeder Raucher ja ganz leicht aufhören, weil er doch weiß wie ungesund, teuer und schlecht riechend Rauchen ist.

Das Verhalten kann man also nicht oder nur schwer über rationales Wissen und Erkenntnisse ändern, sonder über Emotionen.

Gefühle, gute und unangenehme, lassen im Gehirn Neuronen “feuern”, die einen elektrischen Impuls abgeben. Und alle Neuronen die gemeinsam “feuern”, verbinden sich.

Ein Beispiel: Wenn du dich zurück erinnerst, an die Zeit als du zum ersten Mal verliebt warst. Die meisten Menschen können sich sehr gut daran erinnern. Häufig auch in Verbindung mit einem ganz besonderen Lied. Wenn du nun die ersten paar Takte dieses Liedes im Radio hörst, bekommst du sofort ein bestimmtes Gefühl, dass in der Regel im gesamten Körper spürbar ist.

Damals haben bestimmte Neuronen aufgrund einer starken Emotion gemeinsam gefeuert und tun es nun wieder wenn der passende Auslöser, in diesem Fall das Lied, diese Reaktion anregt.

Nun spielt es für das Gehirn keine Rolle, ob du emotionale Situationen im realen Leben oder in der Hypnose erlebst, der Lerneffekt ist derselbe. Das macht die Hypnose zu einem sehr mächtigen Werkzeug, wenn es um Verhaltensänderung geht.

Du musst also nicht ständig gegen dich selbst ankämpfen, sondern schaust dir die entsprechenden Situationen entspannt im Trancezustand an und entscheidest dann selbst über ihren Verlauf.

Ein weiteres Beispiel zur Vereinfachung:

Ein junger Pilot, der gerade am Anfang seiner Pilotenausbildung ist, wird wohl nicht mit einer voll beladenen Linienmaschine seinen ersten Landeanflug üben. Dazu nutzt er den Flugsimulator. Dort kann er, unter Anleitung und Hilfe seines Fluglehrers, alle Flugmanöver üben, die er möchte oder benötigt. Er hat auch die Möglichkeit, Fehlentscheidungen zu treffen und sich den weiteren Verlauf anzuschauen. Er kann auf dem Monitor vor- und zurückspulen, verschiedene Perspektiven einnehmen, seine Fehler korrigieren und sich den Flug erneut anschauen um daraus zu lernen.

Die Hypnose ist dem Flugsimulator sehr ähnlich. Auch hier hast Du diese Möglichkeiten.

In der Hypnose kannst Du die Perspektive wechseln, die Dinge mal mit anderen Augen sehen. Du kannst Dir anschauen und auch emotional spüren, wie es sich anfühlt, wenn alles so weiterläuft, wie es ist. Du hast die Möglichkeit, zum Beginn des Problems zurückzugehen, um etwas zu korrigieren und Dir dann anzuschauen, wie Dein Leben weiter verläuft, wenn das Problem nicht mehr da ist.

So funktioniert Hypnose.

Ist Hypnose wirksam?

Hypnose ist seit 2006 durch den wissenschaftlichen Beirat als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren bestätigt und dadurch auch ihre Wirksamkeit.

Die Definition dazu lautet:

“Hypnotherapie definiert sich als ein psychotherapeutisches Verfahren, das die Induktion hypnotischer Trance als einen veränderten Bewusstseinszustand dazu nutzt, problematisches Verhalten, problematische Kognitionen und affektive Muster zu ändern, emotional belastende Ereignisse und Empfindungen zu restrukturieren und biologische Veränderungen für Heilungsprozesse zu fördern. „Hypnotherapie ist primär eine lösungsorientierte Behandlungsmethode.“ (Gutachtenantrag, S. 5)

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/51763/Bekanntmachungen-Wissenschaftlicher-Beirat-Psychotherapie-nach-11-PsychThG-Gutachten-zur-wissenschaftlichen-Anerkennung-der-Hypnotherapie

Wie wirksam Hypnose ist, lässt sich an folgendem Vergleich verdeutlichen:

– Psychoanalyse: 38% der Menschen haben nach 600 Sitzungen eine Lösung erreicht.

– Verhaltenstherapie: 72% der Menschen haben nach 22 Sitzungen eine Lösung erreicht.

– Hypnose: 93% der Menschen haben nach 6 Sitzungen eine Lösung erreicht

Quelle: Alfred A. Barrios, PhD, in Psychotherapie Magazine, v7n1,and in Psychotherapie: Theory, Research and Practice, Spring 1970

Ein klares Nein!

Dies ist eine sehr verbreitete Annahme der vermeintlichen Willenlosigkeit. Sie entspringt der Showhypnose, die mit diesem Effekt arbeitet. Aber selbst bei der Showhypnose muss der Hypnotiseur die Suggestionen, die er seinen Kandidaten “einflößt” sehr genau auswählen, damit die gewünschten Showeffekte, die er vorführen will, auch eintreten. 

In einer “normalen” Hypnosesitzung muss der Hypnotiseur meines Erachtens noch mehr darauf achten, was er sagt und wie er es sagt.

Denn Suggestionen, die nicht mit den Moralvorstellungen, den ethischen Werten und inneren Einstellungen des Klienten übereinstimmen, werden vom Unterbewusstsein abgelehnt. Dadurch wird das Vertrauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Klient unterbrochen, und die Sitzung ist im Grunde beendet und würde für mein Empfinden als gescheitert gelten.

Für mein Verständnis ist man in Hypnose keineswegs willenlos sondern eher sehr fokussiert auf das was man möchte und das, was man nicht möchte.

Tipp: Sobald Dir etwas unangenehm ist, sei es beim Vorgespräch oder während der Hypnose, sprich es direkt und deutlich an. Es geht schließlich um Dich und dein Wohlbefinden.

Den ersten Test hast du ja bereits gemacht.Wie hat die Geschichte mit dem Bisonkälbchen auf dich gewirkt? Konntest du in die Geschichte eintauchen? Hattest du erkennbare Gefühlszustände? Eine leichte Anspannung und zum Ende hin Erleichterung als die Mutter das Kalb gerettet hat? Wie ist es jetzt gerade in diesem Moment? Bist du ganz bei dem was du gerade liest? Wenn dem so ist, dann hast du sehr gute Chancen, hypnotisierbar zu sein.
  1. Gesundheitliche Voraussetzungen:

Du befindest dich aktuell nicht in einer psychotherapeutischen Maßnahme.

Du bist nicht suizidgefährdet.

Du nimmst aktuell keine Antidepressiva, starke Schmerzmittel oder Schlaftabletten.

Du bist nicht schwanger.

  1. Emotionale Voraussetzungen:

Du hast den Wunsch nach Veränderung.

Es ist dein eigener Entschluss, nicht der deines Partners bzw. einer anderen Person.

Du stehst der Hypnose vielleicht skeptisch, aber nicht ablehnend gegenüber.

  1. Beziehung zum Hypnotiseur

Der Hypnotiseur muss dir sympathisch sein.

Du kannst Vertrauen zu Ihm/Ihr aufbauen.

Du traust dem Hypnotiseur die Kompetenz zu, dir bei deinem Problem helfen zu können.

  1. Deine Hypnotisierbarkeit:

Du bist bereit, dich durch den von dir gewählten Hypnotiseur hypnotisieren zu lassen.

Du bist grundsätzlich hypnotisierbar.

Um den größtmöglichen Erfolg bereits aus der ersten Hypnosesitzung zu erhalten ist es notwendig, dass du dich gut auf diese Sitzung vorbereitest.Wenn du dir auf dieser Seite alles einmal in Ruhe durchgelesen hast und du die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hypnose grundsätzlich erfüllst, habe ich hier noch eine spezielle Vorbereitung für dich: Sobald du die erste Sitzung gebucht hast, sende ich dir ein spezielles, von mir aufgenommenes Audio zu. Da du vermutlich noch nicht über große Trance Erfahrung verfügst, möchte ich dir damit die Möglichkeit geben, dich optimal vorzubereiten. Es ist speziell dazu entwickelt, deine Sinneskanäle zu öffnen und dir ein Gefühl zu vermitteln, wie du den Trancezustand wahrnimmst. Du solltest vor der Sitzung ausreichend geschlafen haben bzw ausgeruht sein. Nach der Sitzung solltest du dir keine schwierigen Termine legen oder anstrengende Gespräche führen müssen. Nimm dir am Besten einfach Zeit für dich und für das, was du in der Hypnosesitzung erarbeitet hast. Du solltest ausreichend Wasser getrunken haben. Keinen Alkohol, Drogen oder Tabletten zu dir genommen haben. Nach Möglichkeit solltest du auch auf Koffein verzichten, ob in Kaffee oder in Energydrinks. Du solltest nicht abgehetzt und auf den letzten Drücker zur Sitzung erscheinen. Aber bitte auch nicht zu früh, denn meine Praxis ist eine reine Bestellpraxis ohne Wartebereich.

Ein klassischer Ablauf einer Hypnosesitzung sieht so aus:

Bei der Erstsitzung:
Begrüßung und Kennenlernen. Das zu behandelnde Thema wird ausführlich besprochen. Wir formulieren das Gesamtziel und das Ziel dieser Sitzung (Es kann durchaus dasselbe sein). Wir erarbeiten einen für dich umsetzbaren, realistischen Plan zur Zielerreichung.
Wenn sich das Ziel und der Plan für dich richtig anfühlen, starten wir die Hypnose.

Diese beginnt mit der Einleitung der Trance. Ich nutze dazu gerne die Augenbewegung mit Konfusion. Nach der Einleitung folgt der “Sichere Ort”. Du gehst an deinen ganz eigenen sicheren Ort und erzählst mir von ihm. Das ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme die jeder Hypnotiseur mit neuen Klienten durchführen sollte. Denn egal was in der Sitzung passiert, du kannst, bevor du aus der Sitzung aussteigst, immer wenn es notwendig sein sollte, an deinen sicheren Ort um dich dort zu erholen.
Danach folgt in der ersten Sitzung die Blockadenlösung. Diese hilft enorm, um alte Verhaltensmuster zu entkoppeln und zu neutralisieren. Bei der Blockadenlösung kannst du alles, was dich belastet oder beschwert einfach einmal loslassen. Das fühlt sich in der Regel sehr befreiend an.
Hiernach gehen wir in das emotionale und körperliche Empfinden wie es sein wird, wenn du dein Ziel bereits erreicht hast. Das hilft deinem Gehirn, neue Muster viel leichter zu erlernen und abzuspeichern. Es kann bereits deinen Zielerreichung sein oder aber die Optimale Vorbereitung auf deine Folgesitzung.

Folgesitzung:
Begrüßung und klärung, was sich bereits verändert hat oder wie du mit der Verhaltensumstellung zurecht kommst.
In diesem Coaching Gespräch klären wir, wo in deinem Plan wir uns aktuell befinden. Dadurch bleiben wir immer ganz bei deinen aktuellen Bedürfnissen und laufen nicht Gefahr, an dem eigentlichen Thema vorbei zu hypnotisieren. Wenn nötig korrigieren wir unseren Plan. Danach folgt der Hypnoseanteil der Sitzung.

In den Folgesitzungen ist dieser Teil sehr individuell und je nach Aufgabenstellung und Klient anders in Punkto Geschwindigkeit und Intensität.

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